Unsere Ziele, unsere Ideen

Wir, die Otto-Mortzfeld-Schule, sind eine seit über 60 Jahren bestehende private, staatlich anerkannte berufsbildende Schule mit derzeit ca. 150 Schülerinnen und Schülern, die von ca. 15 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet werden. Wir sind somit eine kleine, übersichtliche und sehr persönliche Schule; zugleich sind wir auch die älteste private berufsbildende Schule in Lübeck. Hier im Schulprogramm finden Sie alles was uns wichtig ist.

Folgende Bildungsgänge bieten wir an:

In vielerlei Hinsicht sind wir eine berufsbildende Schule wie andere auch. Dies betrifft auf Grund unserer staatlichen Anerkennung insbesondere Unterrichtsinhalte und -niveau, die Abschlussprüfungen und das eigene Prüfungsrecht.

Wir wollen und dürfen es nicht „leichter“ machen als an anderen Schulen, versuchen aber durch eine Reihe von Maßnahmen unsere Schülerinnen und Schüler individuell zu fördern, zu betreuen und zu fordern. Diese Maßnahmen umfassen den gesamten Prozess von der Aufnahme an unserer Schule, dem Unterricht, die Prüfungen und dem anschließenden Übergang in Ausbildung, Studium oder Beruf.

Bei dieser Arbeit sind uns folgende Leitsätze besonders wichtig:

1. Bildungsziele

  • Wir fördern das Recht junger Menschen auf eine ihren Fähigkeiten und Neigungen entsprechende Bildung und Erziehung ohne Rücksicht auf Herkunft, Geschlecht oder wirtschaftliche Lage.
  • Wir orientieren uns an den Anforderungen einer sich ständig wandelnden Berufswelt und übernehmen Verantwortung in beruflichen Bildungsgängen.
  • Wir entwickeln durch eine praxisorientierte Ausbildung die Bereitschaft und die Fähigkeit für lebenslanges Lernen in einer sich wandelnden Wirtschaft und Gesellschaft.
  • Wir vermitteln berufsbezogene Fachkompetenz in Verbindung mit sozialen und menschlichen Fähigkeiten.
  • Wir unterstützen die bewusste Entwicklung eigener Werte, Selbstreflexion, Urteilsfähigkeit und toleranten und demokratischen Umgang.
  • Wir fördern Fähigkeiten, insbesondere Team-, Konflikt- und Kommunikationsfähigkeit, die zu einem kooperativen Umgang mit Mitschülern, Kollegen, Lehrern und Freunden beitragen. Wir wollen Teamspieler statt Einzelkämpfer, die fähig und bereit sind, ihr eigenes und das öffentliche Leben verantwortlich zu gestalten.

Dabei sind uns besonders wichtig:

  • die Gewährleistung der Menschenrechte
  • die Anerkennung und Würdigung demokratischer Prinzipien
  • das friedliche Zusammenleben von Menschen, Völkern und Kulturen in gegenseitiger Achtung unter Wahrung kultureller Identitäten
  • die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen.

2. Methoden

  • Wir stehen für einen Unterricht, der beim Schüler Neugier weckt, ihn zu Kreativität anspornt sowie Eigeninitiative und Selbstverantwortung fördert.
  • Wir fördern fachliches und soziales Lernen durch unterschiedliche Formen der Binnendifferenzierung.
  • Wir fördern das problemorientierte und kooperative Lernen.
  • Wir setzen traditionelle und verstärkt neue Medien („Digitalisierung“) im Unterricht ein.
  • Wir fördern die Eigenaktivität der jungen Erwachsenen bei der Gestaltung des Lernprozesses.
  • Wir fördern die Fähigkeit unserer Schüler, selbstbestimmt ihren Lernweg zu gestalten, Lernerfolge zu erzielen und Lernprozesse und -ergebnisse selbständig und kritisch einzuschätzen.
  • Unser Unterricht setzt auf Arbeits- und Sozialformen, die die Eigenverantwortung und Selbstständigkeit unserer Schüler fördern und fordern.
  • Insgesamt streben wir eine von Kooperation und gegenseitigem Verständnis geprägte Lernatmosphäre an, in der die Lehrer Vertrauen in die Leistungsfähigkeit ihrer Schüler haben und diese gezielt und individuell fördern.

3. Schulausstattung und materielle Voraussetzungen

  • Unsere Schulausstattung wird seit einigen Jahren sukzessive modernisiert.
  • Die gesamte Schule verfügt über ein modernes und stabiles W-Lan-Netz, auf das Schüler, Lehrer und Verwaltung zugreifen.
  • Alle Klassenräume sind mit Beamer ausgestattet, die Lehrer nutzen diese mit Notebooks, Smartphones sowie moderner Präsentations-Software.
  • Wir haben uns mit ersten Projektklassen auf den Weg gemacht, Unterricht verstärkt digitalisiert zu gestalten. Die Anschaffung zusätzlicher Endgeräte (Notebooks, Tablets) und weiterer geeigneter Software wird folgen.
  • Wir tauschen sukzessive das Mobiliar unserer Klassenräume aus, um auch dadurch kooperativer und moderner lehren und lernen zu können.
  • Unserer Verwaltungsprozesse digitalisieren wir ebenfalls Schritt für Schritt.

4. Organisation und Zusammenarbeit:

  • Mit dem Ziel einer bestmöglichen Vorbereitung auf eine anschließende Berufsausbildung oder Berufstätigkeit vermitteln wir unseren Schülerinnen und Schülern auch in Zusammenarbeit mit externen Ansprechpartnern Einblicke in die betriebliche Arbeitswelt. Dies gelingt uns v.a. dadurch, dass viele unserer Kolleginnen und Kollegen über eigene Erfahrungen aus dem Wirtschaftsleben verfügen.
  • Schülerinnen und Schüler, die nach ihrem Schulabschluss studieren wollen, bereiten wir durch interne und externe Informationen vor.
  • Ebenso begleiten wir unsere Schülerinnen und Schüler beim Übergang in die Ausbildung oder Berufstätigkeit durch Informationen und Beratungsangebote.
  • Wir betreiben aktive Elternarbeit, denn eine kontinuierliche und partnerschaftliche Kommunikation von Lehrern, Schülern und Eltern ist der beste Garant für schulischen Erfolg.
  • In Problemsituationen, die unsere eigenen Möglichkeiten übersteigen, arbeiten wir mit professionellen Helfern (Beratungsstellen, Psychologen, Ärzten) zusammen.
  • Um unsere Schule mit ihrem spezifischen Angeboten angemessen zu präsentieren, betreiben wir kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit. Wir sind auf Messen vor Ort, veranstalten Informationsabende und nutzen digitale Medien und soziale Netzwerke.
  • Wir streben in allen Bereichen eine enge und partnerschaftliche Kooperation mit anderen Schulen an.
  • Ebenfalls unverzichtbar ist eine vertrauensvolle, konstruktive Zusammenarbeit mit unserer Schulaufsicht. Wir setzen die schulrechtlichen Bestimmungen unter Wahrung unserer spezifischen Interessen um.

Was für die externe Zusammenarbeit gilt, ist auch innerhalb der Schule unverzichtbar: Eine offene, kontinuierliche und strukturierte Kommunikation aller Beteiligten, die geprägt ist von gegenseitigem Respekt auch bei unterschiedlichen Standpunkten.

5. Qualifikation und Fortbildung:

  • Eine der Stärken unserer Schule beruht auf der Vielfalt der Qualifikationen und der Berufsbiographien unserer Lehrkräfte. Unsere Bildungsarbeit ist u.a. auch deshalb erfolgreich, effizient und realitätsnah, weil bei uns „klassisch“ ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer mit berufserfahrenen Quereinsteigern aus der Wirtschaft eng zusammenarbeiten.
  • Ständige Fort- und Weiterbildung, sowohl schulintern (in Form von sog. SCHILF-Tagen) als auch in Zusammenarbeit mit externen Einrichtungen wie dem Fort- und Ausbildungsinstitut des Landes (IQSH) ist eine Prämisse für den Erfolg unserer Arbeit. Wir unterstützen die Fortbildungsaktivitäten der Kolleginnen und Kollegen.

6. Schulkultur – Werte und Verhaltensnormen

  • Wir sehen es in besonderer Weise als unser Ziel an, unsere Schülerinnen und Schüler individuell zu beraten, zu begleiten und zu fördern. Dafür ist die überschaubare Größe unserer Schule eine wichtige Voraussetzung.
  • Alle Angehörigen der Schule begegnen einander in gegenseitigem Respekt und unterstützen einander. Ein freundliches Miteinander ist unverzichtbarer Bestandteil unserer gemeinsamen Arbeit.
  • Wir akzeptieren und respektieren kulturelle und ethnische Individualität, bekennen uns zugleich zu unserem gesellschaftlichen und kulturellen Integrationsauftrag auf der Grundlage eines europäischen ethischen Wertesystems.
  • Wir streben eine zunehmende Internationalität des Ausbildungsprogramms an, insbesondere durch Auslandspraktika, internationale Kooperation und neue, auch fächerübergreifende Themenschwerpunkte. Wir fördern dabei insbesondere den Bildungsaufstieg von jungen Menschen mit Migrationshintergrund.

Stand: 03.01.2020